Aquarienwasser für Süßwasserfische


Inhaltsverzeichnis

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Wichtiger Hinweis
1. Anforderungen an das Beckenwasser
2. Anforderungen an das Erstbefüllungs- bzw. Ergänzungswasser
3. Zusatzinformationen zur Wasserhärte
4. Zusatzinformationen zur Wasseraufbereitung
5. Zusatzinformationen zur Einstellung der Aquarienwasserqualität
6. Links zu empfehlenswerten Aquaristikseiten
7. Fachliteratur zum Aquarienwasser
8. Das Aquarium als Kleinstbiotop
9. Das Aquarium Mikroskopieren

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Wichtiger Hinweis

Die nachfolgend dargestellten Grenz- und Richtwerte können in bestimmten Situationen Ausnahmen unterworfen sein, die nicht alle angeführt sind. Deshalb dürfen diese Werte nicht ohne Einbeziehung von Fachleuten für irgendwelche Entscheidungen verwendet werden, da die Folgen solcher Entscheidungen durch fachlich unkundige Personen nicht ohne weiteres abgeschätzt werden können.

Obwohl bei der Erstellung der vorliegenden Informationen viel Sorgfalt verwendet wurde, können Fehler nie ganz ausgeschlossen werden. Eine Haftung bzw. Verantwortung für derartige Fehler kann daher nicht übernommen werden. Sollten wichtige Maßnahmen oder Entscheidungen im Zusammenhang mit den dargestellten Grenz- oder Richtwerten anstehen, ist es dringend zu empfehlen, die Originalliteratur zu erwerben.

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1. Anforderungen an das Beckenwasser

Jedes Wasser, so auch das Aquarienwasser, kann eine Vielzahl verschiedendster Stoffe enthalten. In der nachfolgenden Tabelle werden die erfahrungsgemäß wichtigsten Stoffe berücksichtigt. Diese Zusammenstellung wurde in veränderter Form der folgenden Literatur entnommen:

H. J. Krause, Handbuch Aquarienwasser, 6. Auflage, bede-Verlag, Ruhmannsfelden 2007

Wenn Sie die Werte in Ihrem Aquarium messen wollen oder wissen wollen, was zu tun ist, wenn die Werte einmal nicht so sind, wie sie sein sollten, dann erhalten Sie in der 7. Fachliteratur zum Aquarienwasser weitere Hilfe.


Bezeichnung Einheit Grenz- bzw. Richtwert Bemerkung
Ammonium

mg/l

0,1 - 0,4

im eingefahrenen Aquarium normal
Ammoniak

mg/l

0,2

bei Dauereinwirkung ab 0,02 schädlich
Chlor (Cl2)

mg/l

0,05

 
Chlorid (Cl-)

mg/l

1,7

pro °d Carbonathärte (z.B. 17 mg/l bei 10 °d Carbonathärte)
Eisen

mg/l

0,2

0,03 - 0,1 optimal für Wasserpflanzenwachstum
Carbonathärte

°d KH

3 - 12

im allgemeinen aquaristisch ideal, sonst von den gepflegten Arten abhängig
Gesamthärte

°d GH

4 - 14

im allgemeinen aquaristisch ideal, sonst von den gepflegten Arten abhängig
Kalium

mg/l

100

3 - 5 ideal für Wasserpflanzen
ab 100 kann es fischgiftig sein
Kohlendioxid (CO2)

mg/l

12 - 60

unnatürlich extreme Werte vermeiden
Kupfer

mg/l

0,03
0,08
0,1

bei Algen, Bakterien (Filter)
bei höheren Wasserpflanzen
bei Fischen
Leitfähigkeit

µS/cm

keiner

hängt im wesentlichen von den im Wasser gelösten Salzen ab
Mangan

mg/l

0,01 - 0,1

darüber können andere Nährstoffe leicht verdrängt werden
Natrium

mg/l

1,6

pro °d Gesamthärte (z.B. 16 mg/l bei 10 °d Gesamthärte)
Nitrat

mg/l

20 - 80

über 150 aus Sicherheitsgründen unbedingt vermeiden
Nitrit

mg/l

0,2

über 0,2 sollten vermieden werden
Organische Verbindungen (BSB5)

mg/l

1,5 - 4

übliche Werte, über Grenzwerte liegen in der Aquaristik kaum Erfahrungen vor
Ozon (O3)

mg/l

nicht nachweisbar

in der Zimmerluft nicht mehr als 0,12 mg/m³
pH-Wert
 

6,8 - 7,2

grober Anhalt, ansonsten von verschiedenen Faktoren abhängig
Phosphat

mg/l

0,5

nicht giftig aber Gefahr der Algenmassenentwicklung
Redoxspannung

mV

480

sollten bei pH 7 nicht überschritten werden, ansonsten spärliche Angaben
Sauerstoff (O2)

mg/l

3 - 8,5

für die meisten Organismen im Aquarium in Ordnung,
sonst von verschiedenen Faktoren abhängig
Sulfat

mg/l

3,7

pro °d Carbonathärte (z.B. 37 mg/l bei 10 °d Carbonathärte)
Wasserstoffperoxid (H2O2)

mg/l

nicht nachweisbar

bei höheren Werten als 7,5 oder längerer Einwirkung
muß mit Schäden an Tieren und Pflanzen gerechnet werden

Diese aus der Literatur zitierten Grenz- bzw. Richtwerte werden in Foren vor allem im Zusammenhang mit unerfahrenen Anfängern immer wieder sehr kontrovers diskutiert. Das liegt daran, dass Anfänger diese Werte nicht als orientierende Werte sondern als zwingende ansehen und versuchen, sie mit allerlei Maßnahmen einzuhalten. Dabei schaden sie ihren Aquarien oft mehr, als dass es ihnen nützt. Wer also deutliche Abweichungen von den obigen Werten unter Berücksichtigung der Bemerkungen feststellt, sollte keinesfalls ohne Kontakt zu erfahrenen Aquarianern an seiner Wasserqualität "herumdrehen". Je nach den im Aquarium lebenden Arten können auch völlig andere Grenz- bzw. Richtwerte maßgebend sein (z.B. verschiedene Arten aus tropischen Gewässern). Beispiele für die Zusammensetzung solcher Wässer sind in der oben angegebenen Literatur beschrieben.

Für die anspruchsloseren im Aquarienhandel gängigen Arten sind aber die genannten Werte in der Regel unproblematisch, selbst wenn einzelne geringere Abweichungen auftreten. Eine fachkundige Beratung durch den Aquarienfachhandel ist dennoch empfehlenswert.

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2. Anforderungen an das Erstbefüllungs- bzw. Ergänzungswasser

Nimmt man als Erstbefüllungs- bzw. Ergänzungswasser normales Trinkwasser, so fährt man in vielen Fällen nicht schlecht. Leider müssen aber auch viele Trinkwässer, damit sie den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen, vor ihrer Abgabe an die Verbraucher einer mehr oder weniger aufwendigen Aufbereitung unterworfen werden. Häufig ist dies mit einer Zugabe von Stoffen verbunden, die im Aquarium nicht erwünscht sind (Chlor, Ozon, Phosphat, pH-Wert-Erhöhung usw.).

Dem Aquarianer ist es daher dringend zu empfehlen, bevor er sein Aquarium einrichtet, sich beim öffentlichen Wasserwerk die entsprechenden Ergebnisse der Trinkwasseruntersuchungen, die die Wasserwerke regelmäßig durchführen lassen müssen, geben zu lassen. Da diese Untersuchungen aber entsprechend der Trinkwasserverordnung vorgenommen werden, kann es sein, daß das Wasserwerk nicht alle Stoffe hat untersuchen lassen, die für das Aquarium von Bedeutung sind (siehe obige Tabelle). In einem solchen Fall sollte der Aquarianer das Trinkwasser auf diese fehlenden Stoffe untersuchen oder untersuchen lassen.

Werden die oben genannten Richt- bzw. Grenzwerte eingehalten, kann das Trinkwasser mit der entsprechenden Sorgfalt beim Erstbefüllen oder Ergänzen bei den meisten Fisch- und Pflanzenarten verwendet werden. Dennoch gibt es auch anspruchsvolle Fisch- und Pflanzenarten, die eine spezielle Wasserzusammensetzung, vor allem bei der Zucht, benötigen. Hier sollte man sich vor der Einrichtung des Beckens von einem Fachmann die Ansprüche der gewünschten Arten erläutern lassen.

Nicht selten geschieht es nämlich, daß durch unsachgemäße Haltungsbedingungen aufgrund einer ungeeigneten Wasserzusammensetzung Fische oder Pflanzen eingehen. Dabei entsteht nicht nur ein finanzieller Schaden, sondern es handelt sich auch um eine Tierquälerei, die nicht nötig wäre, wenn man sich im Vorfeld ausreichend sachkundig macht.

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3. Zusatzinformationen zur Wasserhärte

Aus: Sterba, Günther: Lexikon der Aquaristik und Ichthyologie. Edition Leipzig 1978

Der Begriff Wasserhärte ist auf die Erscheinung zurückzuführen, daß sich manche natürlichen Wässer bei der Verwendung von Seife weich und schlüpfrig, andere hart anfühlen. Dieser Unterschied beruht auf dem verschiedenartigen Anteil an Kalzium- und Magnesiumsalzen, sogenannter Härtebildner. Hartes Wasser enthält viel solcher Salze, weiches Wasser wenig. Interessant ist die Tatsache, daß die meisten Gewässer der tropischen Regionen ausgesprochen elektrolytarm sind und demzufolge auch sehr wenig Härtebildner aufweisen. Das gilt ganz besonders für die dystrophen Gewässer (Schwarzwasserflüsse usw.). Auf berühmte Ausnahmen wie die ostafrikanischen Rinnenseen (Tanganjikasee, Malawisee) sei hingewiesen. Demzufolge sind viele Bewohner tropischer Gewässer mehr oder weniger ausgeprägt an weiches Wasser gebunden, das gilt ganz besonders für die sogenannten «Problemfische» und viele Wasserpflanzen. Zu ihrer erfolgreichen Haltung und Vermehrung ist deshalb in der aquaristischen Praxis eine Wasseraufbereitung vielfach unumgänglich. Die Wasserhärte setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Unter temporärer Härte versteht man denjenigen Anteil, der sich durch Kochen beseitigen läßt, also das an Hydrogenkarbonat bzw. Karbonat gebundene Magnesium und Kalzium. Den übrigen, meist weitaus größeren Anteil bezeichnet man als permanente Härte. Diese und die temporäre Härte ergeben zusammen die Gesamthärte. Um die verschiedenartigen Anionen nicht berücksichtigen zu müssen, wählt man als Bezug stets das Kalzium- bzw. Magnesiumoxid (CaO bzw. MgO) und rechnet auch die ermittelten Ca+- bzw. Mg+-Werte auf CaO bzw. MgO um. Gemessen wird bei uns in Grad deutscher (Gesamt-) Härte (°dH bzw. °dGH), wobei 1 °dH als der Gehalt von 10 mg CaO in 1 l Wasser definiert ist. Für das leichtere Magnesium ergibt sich ein äquivalenter Wert von 7,19 mg je l. Will man das MgO auf CaO umrechnen, muß man demzufolge den MgO-Gehalt mit dem Faktor 1,4 multiplizieren. Im allgemeinen bezeichnet man Wasser von

Quellen in Kalkgestein- oder kalkreichen Sandsteingebieten aber auch stehende Gewässer weisen vielfach hartes Wasser auf, da die Zuflüsse immer wieder Härtebildner mitführen, während nur das Wasser selbst verdunstet. Viele Organismen und ganz besonders deren Embryonalstadien sind recht empfindlich gegenüber hohen Kalzium- und Magnesiumsalzkonzentrationen. Aus diesem Grunde empfiehlt sich im Aquarium die Verwendung weichen Wassers; es sei denn, man pflegt so robuste Formen wie manche afrikanischen Buntbarsche (Cichlidae), etwa Vertreter der Gn Tilapia und Haplochromis, von denen einige Arten selbst in regelrechten Salzseen vorkommen. Aber auch viele Lebendgebärende Zahnkarpfen leben in hartem Wasser.

Die Härtebestimmung erfolgt auf chemischem Wege und ist auch für den Laien mit hinreichender Genauigkeit durchführbar. Der Zoofachhandel bietet hierzu geeignete Geräte und Reagenzien an. Etwas mehr Kenntnis erfordert bereits die Beseitigung der Härtebildner. Das eleganteste Verfahren ist der Ionenaustausch (siehe auch Zusatzinformationen zur Wasseraufbereitung), der heute bereits von vielen Aquarianern in Theorie und Praxis beherrscht wird, zumal sich damit auch der Salzanteil regulieren läßt, der auf die Wasserhärte selbst keinen Einfluß hat.

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4. Zusatzinformationen zur Wasseraufbereitung

Aus: Sterba, Günther: Lexikon der Aquaristik und Ichthyologie. Edition Leipzig 1978

Rohwasser, insbesondere Leitungswasser, muß heute in vielen Gegenden für aquaristische Zwecke aufbereitet werden. Zielsetzung einer derartigen Wasseraufbereitung ist neben der Beseitigung zugesetzten Chlors vor allem eine Veränderung des Salzgehaltes. Durch lange, kräftige Belüftung lassen sich Chlor und Kohlensäure austreiben. Unerwünschte Salze entfernt man heute am besten durch Ionenaustausch. Schließlich muß unter Umständen der pH-Wert korrigiert werden, und gegebenenfalls ist auch eine Anreicherung des Wassers mit Gerbstoffen und Huminsäuren sowie Chelatoren vorzunehmen. Alle diese Formen der Wasseraufbereitung müssen von Zeit zu Zeit wiederholt werden, da sich im Aquarium die Wasserzusammensetzung mehr oder weniger schnell ändern kann, z. B. durch Verdunstung, absterbende Futtertiere und Ausscheidungsprodukte.

Jeder Wasseraufbereitung sollten eine gute Wasseranalyse und eine klare Vorstellung über die erwünschte Wasserqualität vorangestellt werden. In diesem Zusammenhang muß auch betont werden, daß es bereits vor dem Siegeszug der Wasserchemie in der aquaristischen Praxis sehr gute Pflege- und Züchtungserfolge gab. Allerdings trifft diese Feststellung besonders für die Süßwasser- und weniger für die Meeresaquaristik zu. Stand kein geeignetes Wasser zur Verfügung, half man sich vielerorts mit Quell- und Regenwasser. Die moderne chemische Wasseraufbereitung ist allerdings aus zweierlei Gründen vorteilhaft; einmal stellt sie eine wesentliche Erleichterung gerade bei der Aufbereitung größerer Wassermengen dar, und zweitens kann man das Wasser ganz gezielt verändern. Bei der Wasseraufbereitung mit Ionenaustauschern ist vor allem zu beachten, daß nicht nur ein bestimmtes Verhältnis der Ionen zueinander gewahrt bleiben muß (Standardionenkombination), sondern auch ein gewisser Mindestsalzgehalt nicht unterschritten werden darf. So sollte die untere Gesamthärtegrenze etwa 2 °dH betragen. Diese Bedingungen lassen sich entweder durch Zumischen von Rohwasser erfüllen, oder man stellt sich durch chemische Manipulation Einheitswasser her.

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5. Zusatzinformationen zur Einstellung der Aquarienwasserqualität

Wer sein Aquarienwasser chemisch einstellen oder chemisch manipulieren muß, tut dies in der Regel aus folgenden Gründen:
  1. Ungeeignetes Erstbefüllungs- und/oder Ergänzungswasser
  2. Besonders anspruchsvolle Fisch- und/oder Wasserpflanzenarten
  3. Nachteilige Veränderungen der Aquarienwasserqualität durch biochemische Prozesse
Während bei den beiden erstgenannten Punkten eine chemische Einstellung oder Manipulation des Aquarienwassers eigentlich normal und auch verständlich ist, deutet der letztgenannte Punkt auf ein aus den Fugen geratenes biologisches Gleichgewicht hin. Wenn man im zuletzt genannten Fall jemanden zu Rate zieht, bekommt man nicht selten die Empfehlung, dieses oder jenes Präparat so oder so anzuwenden bzw. einzusetzen. Oft wird dabei vergessen, daß dies keine Dauerlösung sein kann, zumal solche Empfehlungen nicht immer und nicht überall funktionieren. Vielmehr sollte versucht werden, die Ursache für die Störung des Gleichgewichtes herauszufinden und geeignete Abhilfe zu schaffen.

Man sollte sich darüber im klaren sein, daß, wenn man die Ursache für die Störung nicht kennt, man mit seinen Manipulationen im Prinzip nichts anderes macht als chemische Experimente im Aquarium (viele würden das etwas krasser formuliert als Tierversuche mit den eigenen Aquarienfischen bezeichnen). Die Gefahr, daß so etwas passiert, ist vor allem bei sogenannten "Ferndiagnosen" besonders groß, da praktisch kein Aquarium so beschaffen ist wie das andere. Erfahrungen, die in einem Aquarium gemacht wurden, können in einem anderen völlig fehlschlagen. Daher scheint es sehr wichtig, daß ein Anfänger nicht gleich mit Problemfischen oder -pflanzen beginnt, auch wenn diese noch so schön oder interessant erscheinen mögen. Er sollte erst einmal Erfahrungen im Umgang mit seinem Aquarium sammeln.

Empfehlenswert ist es, die wichtigsten Wasserparameter in regelmäßigen Abständen zu messen und vor allem auch zu protokollieren. Wünschenswert wären dabei die Stoffe nach 1. Anforderungen an das Beckenwasser (siehe oben). Wer aber schon einmal derartige Messungen gemacht hat, weiß, wie aufwendig so etwas werden kann. In den meisten Fällen dürften aber schon die Stoffe Ammonium, Carbonathärte, Gesamthärte, Leitfähigkeit, Nitrit, pH-Wert, Phosphat und Sauerstoff bereits völlig genügen. Diese regelmäßig zu messen und zu protokollieren, ist schon aufwendig genug. Anfänglich kann man mit täglichen Messungen beginnen, vor allem auch, um Erfahrungen zu sammeln. Die Messungen sollten dann aber nach Möglichkeit annähernd zur selben Uhrzeit stattfinden, da manche Stoffe sich im Tagesverlauf durch die vom Licht und anderen Faktoren abhängigen Stoffwechselprozesse der Organismen deutlich verändern können. Die Uhrzeit und besondere Vorkommnisse wie Wasserwechsel, Änderungen oder Wartungsarbeiten an den technischen Anlagen, Wechsel auf ein anderes Futter, Besatz mit neuen Fischen oder Wasserpflanzen usw. sollten mitprotokolliert werden, da sie oft Rückschlüsse auf Veränderungen der Wasserqualität zulassen.

Hat man einige Meßserien durchgeführt und es haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben, kann man die Untersuchungsintervalle stufenweise vergrößern. Mit der Zeit bekommt man dann ein Gefühl für die biochemischen Prozesse, die im eigenen Aquarium ablaufen. Liegen die entsprechenden Protokolle vor, kann man dann mit diesen auch viel leichter die Ursachen für evtl. nachteilige Veränderungen erkennen und entsprechende Abhilfe schaffen.

Erst, wenn man über derartige Meßergebnisse verfügt (akute Notfälle selbstverständlich ausgenommen), sollte man sich, wenn überhaupt, an die chemische Manipulation des Aquarienwassers heranwagen. Und wenn man sie durchführt, sollte sie in kleineren Schritten erfolgen, damit sich die Beckenbewohner (Fische und Pflanzen) daran gewöhnen können. Geht man hier nicht sorgsam vor, kann dies zu schmerzlichen Verlusten durch Krankheiten und andere Schädigungen führen.

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6. Links zu empfehlenswerten Aquaristikseiten

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7. Fachliteratur zum Aquarienwasser

Unabhängig von den oben genannten Richt- und Grenzwerten ist es für Aquarianer empfehlenswert, etwas Fachliteratur zum Aquarienwasser zu besitzen. Das Aquarienwasser ist der wichtigste Lebensraum der Fische und dieser sollte in Ordnung sein. Wenn dies nicht der Fall ist, kann dies zu einer Quälerei oder schlimmstenfalls sogar zum Tod der Fische führen. Außerdem schadet etwas Hintergrundwissen zum Lebensraum für die Aquarienbewohner sicherlich nicht.

In die folgende Literatur schaue ich immer wieder einmal gerne hinein. Sie erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vor allem die Neuauflage des Handbuches Aquarienwasser von 2007 ist mein derzeitiger Favorit, weil dort auch die Themen der beiden weiteren Bücher integriert sind. In diesem Buch steht nicht nur, wie die Wasserwerte beschaffen sein sollten und wie man sie misst, sondern auch, was man tun kann, wenn die Werte einmal nicht so sind, wie sie sein sollten. Durch Anklicken der Bilder können nähere Informationen auf der Amazon.de-Bestellseite eingesehen werden. Und wenn Sie wollen, können Sie die Bücher dort auch gleich über das Internet bestellen, wenn sie noch lieferbar sind und Sie das Internet als modernen Bestellweg nutzen wollen.

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Aquarium untersuchen,
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8. Das Aquarium als Kleinstbiotop

Ein Aquarium ist ein ideales Kleinstbiotop, an dem man die Zusammenhänge zwischen der belebten und der unbelebten Natur auch als Nichtwissenschaftler sogar schon in jungen Jahren studieren kann. Der Lebensraum ist überschaubar, man kann wichtige Parameter leicht selbst messen und Eingriffe in diesen Lebensraum mitsamt seinen Auswirkungen erfassen. Und man kann seine Lieblinge unter Wasser fotographieren und die Bilder auf der eigenen Homepage sogar ins Internet stellen. Ist das nicht Anreiz genug, um sich einmal über die Hintergründe und Möglichkeiten der Aquaristik zu informieren?

In die folgende Literaturliste habe ich eine kleine Auswahl aus dem großen Fundus der Aquarienliteratur zusammengestellt. Ich hoffe, die wesentlichsten Bereiche neben dem Aquarienwasser getroffen zu haben. Durch Anklicken der Bilder können nähere Informationen auf der Amazon.de-Bestellseite eingesehen werden. Und wenn Sie wollen, können Sie die Bücher dort auch gleich über das Internet bestellen, wenn sie noch lieferbar sind und Sie das Internet als modernen Bestellweg nutzen wollen.

Ich wünsche allen Aquarianern viel Erfolg und viel Freude an ihren Kleinstbiotopen.

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9. Das Aquarium Mikroskopieren

Ein Aquarium ist, wie wir schon im vorangegangenen Kapitel gesehen haben, ein ideales Kleinstbiotop, an dem man die Zusammenhänge zwischen der belebten und der unbelebten Natur auch als Nichtwissenschaftler sogar schon in jungen Jahren studieren kann. Der Lebensraum ist überschaubar, man kann wichtige Parameter leicht selbst messen und Eingriffe in diesen Lebensraum mitsamt seinen Auswirkungen erfassen. Mit diesem Kapitel möchte ich die Aquarienbesitzer motivieren, ihr Aquarienwasser und andere Lebensräume einmal zu Mikroskopieren und ggf. sogar mikroskopische Bilder zu erstellen. Ist das nicht Anreiz genug, um sich einmal über die Hintergründe und Möglichkeiten der Aquarienmikroskopie zu informieren? Wer interessante Anregungen und Tipps zur Mikroskopie sucht, kann diese z. B. auf der Internetseite der Mikrobiologischen Vereinigung München e. V. finden.

In die folgende Liste habe ich eine kleine Auswahl preiswerter Mikroskope und Literatur zur Mikroskopie zusammengestellt. Und wenn Sie wollen, können Sie die Artikel bei Amazon.de auch gleich über das Internet bestellen, wenn sie noch lieferbar sind und Sie das Internet als modernen Bestellweg nutzen wollen. Zudem können die Produktbeschreibungen zu den Artikeln dort vor einer evtl. Bestellung auch unverbindlich angesehen werden.

Ich wünsche allen Aquarianern viel Erfolg und viel Freude beim Mikroskopieren.

Mikroskopieren
Bommer, Werth
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Der KOSMOS
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2004
Das Leben im
Wassertropfen
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Kosmos-Buch
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